Eramus Partner Programm

Erasmus Praktikum

Was ist das Erasmus Partner Programm?

Das „Erasmus Partner“ Programm fördert den internationalen Austausch von Schülern und Berufseinsteigern durch Mobilitätsprojekte. Die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen europäischen Bildungsträgern, Berufsschulen und Unternehmen ermöglicht es jungen Menschen, Praktika in Deutschland zu absolvieren und andere Mobilitätsmöglichkeiten zu nutzen. Über 800 Teilnehmer aus 7 Ländern haben bereits Praktika in verschiedenen Unternehmen und diversen Tätigkeitbereichen abgeschlossen.

„Erasmus Partner“ hilft Schülern in Europa, ihren Traum vom Auslandsaufenthalt zu verwirklichen. Auch Studenten werden unterstützt. Die Teilnehmer werden ermutigt, die Welt zu erkunden, neue Orte zu entdecken und Kulturen zu erleben. Die professionelle und kompetente Beratung gewährt einen einfachen und sicheren Zugang zu den besten Erasmus Programmen, die ein einzigartiges Erlebnis ermöglichen.

Wouter Groet gründete 2018 seine Firma „Erasmus Partner“ mit dem Ziel, eine Plattform zu schaffen, die interesssierten jungen Menschen die Gelegenheit bietet, internationale Erfahrungen zu sammeln und beruflich zu wachsen. Das Netzwerk für Menschen sagt Wouter Groet ein herzliches Dankeschön für die bereits jahrelange sehr gute Zusammenarbeit!

Weitere Informationen unter erasmus-partner.eu

ZWEI JUNGE ITALIENERINNEN, DIE ALTENPFLEGE UND DAS ABENTEUER SCHWERIN

Im Juni und Juli 2025 begrüßte das Netzwerk für Menschen zum wiederholten Male Praktikantinnen aus dem „Erasmus Partner“ Programm.

Diesmal erlebten zwei junge italienische Frauen ihr kleines Abenteuer in Schwerin und sammelten vier Wochen lang praktische Erfahrungen. Nicla Bau war im Haus „Am Fernsehturm“ im Einsatz und Maddalena Azarro unterstützte das Haus „Am Mühlenberg“.

Niclas und Maddalenas Entscheidung, ein Praktikum in der Altenpflege zu absolvieren, verdient großen Respekt, denn sie zeigt nicht nur das Interesse am Beruf, sondern auch ihre Offenheit für Kulturen, Sprachen und neue Erfahrungen.

Mit ihrer Herzlichkeit, großer Motivation und einem frischen Blick waren sie eine große Bereicherung. Ihre Aufgaben waren sehr vielfältig: Organisation und Begleitung von Gruppenaktivitäten, Spaziergänge mit Bewohnern, Unterstützung bei den Mahlzeiten und im Service. Aber vor allem gab es viele Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern - ein reger Austausch zwischen Jung und Alt, auch mal über kleine Sprachbarrieren hinweg, obwohl die Praktikantinnen ein sehr gutes Deutsch sprachen.

Am Ende ihres Praktikums beantworteten uns beide einige Fragen: „Was hat Dich am meisten überrascht?“, „Was hat Dir besonders gefallen?“, „Was war Dein persönlicher Glücksmoment?“ Aber auch nach den Schwierigkeiten fragten wir. Nicla und Maddalena berichteten über ihre Erfahrungen und schilderten ihre Eindrücke.

Erasmus-Praktikantinnen Nicla und Maddalena

Begrüßung der beiden Praktikantinnen an ihren Einsatzorten - im Haus „Am Fernsehturm“ und im Haus „Am Mühlenberg“

Maddalena unterstützt den Service
Maddalena bei Veranstaltungsvorbereitungen
Freizeit für die Praktikantinnen
Maddalena im Haus „Am Mühlenberg“

Neben der Arbeit hatten die Praktikantinnen viel Spaß in ihrer Freizeit und die Gelegenheit, Schwerin zu entdecken

Nicla Bau im Haus „Am Fernsehturm“

Warum hast Du Dich für Dein Auslands-Praktikum für die Seniorenpflege bei uns im Netzwerk für Menschen entschieden und was waren Deine Erwartungen?
Ich habe das Praktikum gemacht, weil ich verstehen wollte, ob mich in Zukunft ein ähnlicher Job interessieren könnte. Eigentlich hatte ich keine Erwartungen.

Welche Aufgaben hast Du während Deines Praktikums übernommen?
Vor allem habe ich Gruppenaktivitäten wie Spiele und Sport organisiert. Ich habe auch Spaziergänge mit den Bewohnern gemacht und ich habe Rollstühle geschoben.

Was hat Dich am meisten überrascht?
Dass ich die alten Leute ziemlich gut verstehen konnte, denn ich glaubte, sie würden mit einem Dialekt sprechen, aber das war nicht so.

Was hat Dir besonders gefallen?
Mir hat sehr gut gefallen, mit den Leute zu sprechen und zu spielen.

Welche Schwierigkeiten gab es eventuell und wie bist Du damit umgegangen?
Die einzige Schwierigkeit war für mich die deutsche Sprache, aber das hat sich mit der Zeit verbessert.

Was war Dein persönlicher Glücksmoment?
Als ich mit einem Mann gesprochen habe und er mir von seinem Leben erzählt hat. Es war schön, weil auch ich viel erzählen konnte.

Was wirst Du Freunden und der Familie weitererzählen?
Im Allgemein werde ich erzählen, dass dies eine schöne und nützliche Erfahrung für mich war.

Erasmus-Praktikantinnen Nicla und Maddalena

Nicla und Maddalena (rechts) hatten spannende vier Wochen in Schwerin - wir sagen danke für ihre Arbeit und die schöne Zeit mit ihnen

Maddalena Azarro im Haus „Am Mühlenberg“

Warum hast Du Dich für Dein Auslands-Praktikum für die Seniorenpflege bei uns im Netzwerk für Menschen entschieden und was waren Deine Erwartungen?
Zuerst wollte ich mit Leuten arbeiten, also in den sozialen Bereich. Als ich von der Möglichkeit, in einem Seniorenpflegeheim zu arbeiten, erfahren habe, war ich überrascht. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Es ist immer schwierig mit Leuten zu arbeiten, aber vor allem in einer anderen Sprachen zu kommunizieren. Ich hatte Angst, dass ich nicht verstanden würde.

Welche Aufgaben hast Du während Deines Praktikums übernommen?
Meine Aufgaben während des Praktikums: Unterstützung im Service, Begleitung bei Spaziergängen, Vor- und Nachbereitung von Gruppenangeboten. Ich habe die Mahlzeiten serviert und den Bewohnern während dessen Gesellschaft geleistet. Ich habe auch allein kleine Gruppen von Bewohnern betreut.

Was hat Dich am meisten überrascht?
Ich muss sagen, dass das Gebäude mich zum ersten überrascht hat, es war alles sauber und auch die Bewohner waren sehr versorgt und betreut. Es war etwas anders als das Pflegeheim, das ich in Italien gesehen hatte. Ich war auch überrascht von der Liebe, die die Bewohner mir gegeben haben, sie waren sehr nett und sie wollten mit mir sprechen und mich kennenlernen.

Was hat Dir besonders gefallen?
Es hat mir gefallen, mit meinen Kollegen zu arbeiten und an vielen Angeboten teilzunehmen. Ich war fasziniert, wie sehr Musik helfen kann und wie sehr die Leute jemanden brauchen, mit dem sie reden können. Es war schön, wenn ich am frühen Morgen arbeitete und die süßen alten Damen mir einen Guten Morgen sagten, als wäre ich eine Enkelin.

Welche Schwierigkeiten gab es eventuell und wie bist Du damit umgegangen?
Die größten Schwierigkeiten waren, wenn ich allein nach den Menschen mit Demenz schauen sollte. Es gab eine Frau, die nicht allein bleiben wollte, also habe ich mit ihr viel Zeit verbracht. Sie war nett zu mir ... Aber vielleicht verstanden wir uns manchmal nicht, also es war schwierig, den alten Memnschen zu helfen. Ich habe immer jemanden gefragt, was ich machen sollte, oder ich habe mit ihnen mehr gesprochen, um das Problem besser zu verstehen.

Was war Dein persönlicher Glücksmoment?
Mein persönlicher Glücksmoment war auch das Traurigste, nämlich der letzte Tag, an dem ich Auf Wiedersehen sagen musste. Es war schwierig zu gehen, weil ich nicht wollte, dass diese Erfahrung zu Ende ist. Ich habe mich von allen verabschiedet, aber vor allem von einer Frau, mit der ich viel gesprochen hatte. Wir haben bei vielen Mahlzeiten zusammen gesessen und sie wollte mir immer ihre Speisen geben, weil sie bräuchte sie nicht und ich war kleiner. Am letzten Tag hat sie die süßesten Worte der Welt gesagt und viel Glück gewünscht.

Was wirst Du Freunden und der Familie weitererzählen?
Ich habe allen gesagt, dass es die schönste Erfahrung meines Lebens war, dass ich die besten Kollegen hatte, die immer sehr nett und geduldig mit mir waren, und dass ich dort mein Herz gelassen habe.

Was könnten wir von Eurer Mentalität lernen?
Ich weiß nicht, was Sie von meiner Mentalität lernen können. Ich habe mit meinem Herzen gearbeitet und ich habe versucht, so viel wie möglich zu lernen. Ich suche immer die positiven Dinge der Situation, hier habe ich nichts negatives gefunden. Ich bin erst achtzehn und ich weiß noch nicht, wer ich in Zukunft sein werde, aber ich denke, dass diese Möglichkeit mir geholfen hat, besser zu verstehen, wer ich jetzt bin. Eine Arbeit wie diese muss man lieben, weil die Leute, die sie machen, für die anderen arbeiten und nicht für sich selbst. Sie geben den Bewohnern all die Liebe, die sie brauchen, damit sie sich nicht allein oder vergessen fühlen. Und wenn man das tut, wird man dafür mit mehr Liebe bezahlt. Ich habe mich geliebt gefühlt von meinen Kolleginnen, die mich alles mit Freude gelehrt haben und viel Vertrauen in mich hatten. Und die Bewohner, die werde ich nie vergessen.

Vielen Dank, dass wir gemeinsam mit Euch so wundervolle Erfahrungen sammeln durften!